Välkommen till Sverige (Willkommen in Schweden)


Dies liest man oft in Touristenbroschüren. Schweden ist ein sehr gastfreundliches Land und man kann das entschleunigte Leben in den Ferien geniessen.

Kleiner Hinweis für Camper In Schweden gilt das sog. allemansrätt, dass Jedermannsrecht. Man kann diese Rechten und Pflichten in nicht stören und nichts zerstören kurz zusammen fassen. Es ist z.B. erlaubt auf nicht landwirtschaftlich genutzten Flächen auch eine Nacht mit dem Zelt zu übernachten. Camper/ Wohnwagen sind angehalten Parkplätze/ Parkbuchten zu verwenden, wenn sie wild campen. Im Zweifelsfall immer vor Ort erkundigen.

Günstige Übernachtungen Auf vielen Campingplätzen gibt es kleine Holzhütten zu mieten, bzw. gibt es in den meisten Städten Jugendherbergen und Gästehäuser.

 


Es ist das Jahr 1994, meine damalige Freundin/ heutige Frau und ich, als wir wir nach Schweden aufbrachen. Der Bulli war noch nicht lange wieder auf der Strasse, nach einer 14 monatigen Restaurationsodysee. Gerade einmal mit Grundierung angemalt, da musste er auf der ersten grossen Tour zeigen, dass man mit einem VW Boxer an jedes Ziel kommt.
Unser VW T2 war ein 1.6l mit 50 PS, Eigenausbau durch den Vorbesitzer und ein SYRO Klappdach. Gut 4 Wochen hat der Trip mit An- und Abreise gedauert.

Die Reise begann Ende Juli mit der Fahrt nach Dänemark, wo wir von Grenaa (DK) nach Halmstad (S) mit der damaligen Lion-Ferry (welche seit 1997 als Stena-Line fährt) übersetzten.
Erstes Ziel war die Ostküste, wo wir auf Öland eine Zeit blieben und mit Zwischenstation in Västervik nach Stockholm fuhren.
Nächstes Ziel war dann der Glaskogen, mit Kurztrip nach Oslo (NO). Dann war ein Aufenthalt am südlichen Vänernsee geplant, dann ging es an die Westküste mit den schönen Fischerdörfern und zum Abschluss nach Göteborg. Die Rückreise war dann Ende August gebucht von Varberg (S) nach Greena (DK).


Wie tauglich ist so eine lange Tour für einen Youngtimer/ Oldtimer? Alle Etappen der Route (grösser 300 km) lassen sich gut in kleinere Etappen unterteilen. In Schweden ist bedingt durch das Tempolimit ein entspanntes Cruisen angesagt:

Halmstad Karlskrona gesamt 243 km, erstes Teilstück bis Kristianstad 130 km
Karlskrona Böda 283 km
Böda Västervik 236 km
Västervik Stockholm/ Vaxholm 351 km
Vaxholm Arvika/Glaskogen 508 km (wurde in mehreren Etappen gefahren)
Arvika/ Glaskogen Oslo – Vänernsee 373 km
Vänernsee Tjörn 121 km
Tjörn Vaberg 135 km
Gesamthaft in Schweden: 2250 km
Oberaargau Grenaa 1264 km pro Weg
Gesamte Reisedistanz 4778 km

 
Wer es komfortabler mag, der kann natürlich ab Lörrach bis Hamburg Altona mit dem Autoreisezug den ersten Teil gemütlich überbrücken:
Bahn Touristik Express (BTE)

Region Blekinge
Karlskrona Mit der Fähre kamen wir gegen 22:30 in Halmstad an. Nachdem wir von der Fähre herunter fefahren waren führte uns die erste Etappe von Halmstad über Kristianstad, wo wir auf einem Parkplatz eine Nacht im Bulli genächtigt hatten, bis Karlskrona, wo wir dann Tags drauf auf dem Campingplatz eingecheckt haben.


Dort haben wir die erste Nacht auf dem Campingplatz Dragsö Camping in Schweden verbracht und haben die obligatorische Svenskt Camping Kort, die Camping Karte vom schwedischen Camping-Verband, erworben. Karlskrona war aber nur ein Kurzaufenthalt auf der Reise nach Öland.

Region Smaland
Öland Von Karlskrona ging es dann weiter auf die Insel Öland, auf der wir einige Tage verbrachten und das schlechte Wetter auf dem Festland bei Sonnenschein vorbeiziehen liessen.


Zuerst waren wir im Süden unterwegs, wo die Vögelvielfalt sehr viele Ornitologen anlockt. Die Vogelwarte und das Museum befindet sich in der Nähe des Leuchtturms Langer Jan. Der Süden ist eher karg, gespickt mit alten Windmühlen und es trieb uns dann in den Norden der Insel, wo auch die Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie liegt: Schloss Solliden.
Der Norden ist landschaftlich reizvoller. Auf der Reise begleitete uns ein alternativer Reise-/ Campingführer, der uns immer etwas Zusatzinformationen zu der Gegend und den Campingplätzen gab. Wir verbrachten eine gute Woche auf einem Campingplatz bei Hogby/ Löttorp. Von dort unternahmen wir mit dem Fahrrad auch Touren an die verlassenen Strände an der Westküste Ölands. Öland ist zudem bekannt für seine Sandstrände, die in Schweden nicht immer üblich sind.

Empfehlenswerte Campingplätze:

Västervik Der Campingplatz in Västervik, Camping Resort Västervik, Lysingsbadet war dann wieder Station für ein paar Nächte.

Hier war Stopp zum Wäsche waschen und um die Schären (kleine, felsige Inslen) zu geniessen. Der Campingplatz liegt direkt am Meer und es führen kleine Holzbrücken auf die vorgelagerten Felsinseln/ Schären. Die tollen Sonnenuntergänge und die Aussicht generell hatte sich leider herumgesprochen, wir waren also nicht alleine auf den Felsen.

Region Södermanland/ Uppland
Stockholm Stockholm war ein besonderer Anlaufpunkt, da wir hier einen schwedischen Freund besucht haben, dessen Familie in der Nähe von Vaxholm, mit seinem Kastell aus der Zeit Gustav Vasa, ein Sommerhaus besitzt.


Hier verbrachten wir zwei Nächte in richtigen Betten und genossen beim Abendessen den Blick von den Felsen in den Schärengarten und konnten zusehen wie die grossen Fähren, kleine Schiffe & Boote sowie das Wassertaxi vorbei fuhren.
Am nächsten Tag war ein Ausflug nach Stockholm obligatorisch. Ein kurzer Anruf beim Wassertaxi und wir wurden am Anleger des Sommerhauses abgeholt und genossen die Fahrt nach Stockholm. Die Wassertaxis fahren bestimmte Routen mit ihren festen Stationen an, halten aber auch auf Zuruf bei anderen Stationen, quasi “Halt auf Verlangen”.
Stockholm kam uns damals vor, als wäre es die sauberste Stadt Europas.
Zu der Zeit fand in Stockholm die Weltmeisterschaft der Feuerwerker statt. Wir konnten dann abends zwei wahnsinnig tolle Feuerwerke geniessen.
Ein weiteres Highlight war damals das Water Festival, das 1999 eingestellt wurde.
Dieser schöne Abstecher nach Stockholm war dann aber auch bald zu Ende. Weiter ging es mit ein paar Unterbrechungen zur Westküste.

Anbei ein paar nützliche Links:

Region Värmland
Glaskogen/ Arvika im Värmland Auf dem Weg Richtung Westküste gab es u.a. einen Abstecher in Karlstad am Vännernsee.

Von dort ging es weiter in das Gebiet Glaskogen, ein einmaliges Naturreservat. Über Arvika ging es nach Högsäter.
Im Glaskogen sollte man sich die Zeit nehmen und ein Kanu-Tour machen (2-3 Tage). Die kann man z.B. am Stora Gla machen.

Norwegen
Oslo Aus dem Glaskogen ging es weiter zu einem Tagesausflug nach Oslo.
Ein schöne Stadt und ein teures Pflaster.

Region Dalsland
Vänernsee/ Trollhättan An den südlichen Teil des Vänernsees ging es, da wir uns in Trollhättan mit meinem Vater trafen, der dort gerade auf Geschäftsreise war und die Gelegenheit nutzten das Saab-Werk in der Stallbacka besichtigt haben (Saab Automobile AB gibt es heute nicht mehr).


Übernachtet haben wir einige Nächte auf dem Campingplatz Vita Sander Camping bei Mellerud. Von hier unternahmen wir ein paar Fahrradtouren auf Waldwegen, entlang dem See, nach Vänersborg.

Region Bohuslän
Insel Tjörn/ Göteborg Auf dem Weg nach Göteborg gab es noch einen Abstecher zur Insel Tjörn.


Hier gibt es die Tjörnbron-Brücke, deren Vorgängerin Almöbron 1980 durch eine Schiffskollision zerstört wurde und innerhalb von 22 Monaten wieder neu aufgebaut wurde. Ein Nacht haben wir im Bulli wild gecampt, mit Blick auf die Brücke. Wir besuchten hier das Fischerörtchen Skärhamn. Reiseinfos zu Tjörn.

Danach ging es für einen Bummel nach Göteborg und dann weiter nach Varberg.

Region Halland
Varberg Von Varberg (S) ging es dann Ende August 1994 wieder zurück nach Grenaa (DK).


Wir hatten die Abendfähre genommen und konnten den Sonnenuntergang geniessen.

Von dort aus machten mir noch einen Zwischenstopp in Dänemark und machten einen Abstecher auf die Insel Rømø, die direkt oberhalb von Sylt liegt und schauten den Surfern zu und genossen den Tag am Strand. Danach ging es weiter nach Hause

Hej da..

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